Fröhliche Ostern!

osternOstern ist das schönste Fest des Jahres für mich. Der Frühling ist entweder da oder lugt zumindest um die Ecke. Alles ist grün und bunt und allmählich werden die Tage auch spürbar länger.

Ich nutze die Ostertage zum Auftanken und wünsche Ihnen und Ihren Lieben ebenfalls entspannte, fröhliche und hoffentlich auch tatsächlich sonnige Ostern!

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Cristina Schumacher: “I do it My Way”

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In der Interview-Serie “I do it my Way” stelle ich Menschen vor, die einen nicht ganz gradlinigen Weg hinter sich und einiges zu erzählen haben. Die Serie soll Mut machen und aufzeigen, dass “Erfolg” nicht immer stromlinienförmig aussieht.

Viel Freude damit!


Cristina Schumacher kenne ich schon mein halbes Leben lang. Als ich nach meinem Studium in Brasilien gelebt habe, habe ich sie kennen gelernt: Sie hat mir die brasilianische Mentalität und ihre Heimatstadt Porto Alegre nahe gebracht – und mich immer wieder angeregt, über den Tellerrand hinauszuschauen. Ich freue mich sehr darüber, sie Ihnen hier mit diesem Interview vorstellen zu können.


Was ist ihr Beruf, was Ihr wichtigstes Tätigkeitsfeld heute?

Zunächst einmal: Ich bin Brasilianerin, lebe und arbeite daher in Brasilien. Hier habe ich Sprachen studiert und arbeite bis heute mit Fremdsprachen, vor allem mit Englisch. Ich spreche aber auch sehr gerne einmal deutsch oder auch französisch. Ursprünglich habe ich eine Sprachschule aufgebaut, inzwischen bin ich aber vor allem Autorin von Sprachbüchern und auch Coach und Übersetzerin.

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Ich finde, Sie sind einen ungewöhnlichen privaten/beruflichen Weg gegangen. Stimmt das aus Ihrer Sicht? Was ist für Sie persönlich das Ungewöhnliche daran?

Das stimmt sicherlich. Das Ungewöhnliche an meinen beruflichen Weg ist genau diese Vielfältigkeit. Ich bin nie jemandem begegnet, der das Gleiche macht wie ich. Es gibt z.B. durchaus viele Englisch-Lehrer hier, inzwischen auch Übersetzer. Autoren von Sprachbüchern aber findet man hier noch kaum.

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Das neueste Sprachbuch von Cristina Schumacher: Eine “intuitive brasilianische Grammatik”

Und wie sehen Sie Ihren privaten Werdegang? Ähnlich ungewöhnlich? Oder eher „mainstream“?

Privat habe ich ebenfalls einige ungewöhnlichen Entscheidungen getroffen. In dem Sinn, dass ich mich immer viel mit meiner Psyche beschäftigt habe. Das hat dazu geführt, dass ich an einigen therapeutischen Prozessen teilgenommen habe. Letztlich hat mich das dazu geführt, Ashtanga, einen Yoga-Weg (seit 8 Jahren) und Vipassana Meditation (seit 14 Jahren) zu praktizieren. Ich habe zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter – zwischen beiden liegen 9 Jahre und viel innere Entwicklung!

Aus heutiger Sicht betrachtet: Ist es der richtige Weg gewesen? Warum?

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Cristina (rechts) mit ihrem Mann João Bauer, ihrer Tochter Teodora (links) und ihrem Sohn Thales.

Für mich persönlich ja, ganz ohne Zweifel. Denn dies hat mir mit der Zeit immer wieder neue Wege ermöglicht. Gleichzeitig blieben mir die anfänglichen Wege aber  offen. Meine berufliche Vielfältigkeit wirkt sich inzwischen als positiver Kreislauf aus. Zusätzlich habe ich auch sehr viel Spaß dabei. Die Welt der Sprachen ist für mich ein Schatz. Sie ist großzügig und immer wieder reich an Wegen, die dazu beitragen, mein allgemeines Verständnis über das Leben zu erweitern.

Gab es Zeiten in Ihrem Leben, in denen Sie gezweifelt haben? Wenn ja: Wie sahen diese Zweifel aus? Warum haben Sie gezweifelt? Und wie sind Sie damit umgegangen, was hat Ihnen besonders geholfen?

Es hat mich oft einsam gemacht, dass das, was ich mache, so “anders” ist. Andererseits hat mir genau das  ermöglicht, mir einen recht ungewöhnlichen Blick auf meine Arbeit und mein Leben zu erhalten. Und zwar im positiven Sinn, denn diese Perspektive, die mich irgendwie “aussondern”, geben mir eben auch die Möglichkeit einer ganz besonderen Sichtweise darauf , wie man das Leben und die Dinge verstehen und interpretieren kann. Meine Ideen und Ansichten werden vom „Mainstream“ meiner Branche tatsächlich nicht wirklich unterstützt. Ich merke aber zunehmend, dass das eigentlich ein Vorteil ist. Denn diese ganz besonderen Perspektiven, die ich für mich entwickelt habe und in meiner Arbeit versuche zu vermitteln, erweisen sich als sehr nützlich für meine Kunden, meine coachees, meine Leser.

Wenn Sie sich in die Zeit zurückversetzen, in der Sie – sagen wir – 18 Jahre alt waren: Wie hätten Sie über Ihre heutige Situation gedacht? Hatten Sie eine Ahnung davon, geplant/gedacht/gehofft, dass Sie diesen Weg gehen würden?

Mein berufliches Leben hat sich mit der Zeit gestaltet. So hatte ich zum Beispiel mit 18 nicht wirklich die Idee, dass ich einmal Autorin von (inzwischen) 24 Büchern sein würde. Andererseits war es mir immer klar, dass es eine gute Idee ist, Bücher zu schreiben, wenn man in einem Spezialgebiet z.B. als Beraterin arbeiten möchte. Bücher veröffentlicht zu haben, wirkt solide. Damit festigt es inzwischen massiv meinen Status als Expertin und damit mein gesamtes Unternehmen und stärkt mein positives berufliches Image – trotz meines wie gesagt eher ungewöhnlichen Ansatzes. Ich kann das nur empfehlen!

Cristina Schumacher ist Autorin von inzwischen 24 Sachbüchern!

Eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt, lautet: Wie findet man neue, spannende Ziele, wenn ein ursprüngliches Ziel erreicht ist. Wie lautet Ihre Antwort darauf? Wie gehen Sie mit dieser Frage um?

Bei mir ist es so – während ich etwas mache, habe ich auch schon immer das Nächste im Kopf. Eigentlich sogar immer mehrere Projekte, nächste Ziele: Pläne, Ideen, Partnerschaften. Ich komme mir manchmal vor wie ein Motor, der durch immer neue Ideen angetrieben wird. Dadurch schaffe ich alles in allem tatsächlich viel. Aber das Schlecht daran ist, das muss ich schon zugeben, dass ich ein Ergebnis, einen Erfolg kaum genießen kann. Denn das Schaffen des nächsten, neuen Projekts, das jetzt vor mir liegt, ist direkt danach schon wieder das Allerwichtigste. Und zwar ganz egal, wie groß, wichtig, bedeutsam das abgeschlossene Projekt war.

Gibt es derzeit ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

_DSC0169Ja, mein aktuelles Projekt: Ich schreibe jetzt einen „Sprachroman“. Also einen Roman, in dem es ganz zentral um „Sprache“ geht. Weil Literatur schreiben für mich nie vermarktbar war, habe ich es nie getan. Obwohl Literatur ein ganz zentraler Teil meines Wesens ist. Jetzt denke ich aber, es ist höchste Zeit. Jetzt wird es Vorschein gebracht.

Work-Life-Balance ist immer ein großes Thema für mich und für viele meiner LeserInnen. (Wie) schaffen Sie das bzw. welchen Tipp können Sie aus Ihrer Erfahrung zu dieser Herausforderung geben?

Wenn man das macht, was man liebt, wird diese Unterscheidung oft null. Das einzige Problem ist, dass man fast nie von Anfang an an dem Punkt ist, wo man von dem, was man liebt, wirklich leben kann. Deshalb ist man vielleicht gezwungen, mit einem Kompromiss Geld zu verdienen. Ich betrachte die eigene berufliche Entwicklung im besten Fall wie den allmählichen Aufbau einer für sich passenden Arbeitsroutine – mit Entscheidungen und entsprechenden Möglichkeiten – bis man schließlich das macht, was man liebt.

Haben Sie einen Tipp für jemanden, der an einem Punkt im Leben steht, an dem er/sie nicht genau weiß, wie es weitergehen soll?

Altmodisch und banal, aber wahr: dem Herzen folgen. Wenn es gefragt wird, was hallt wider?

Das Thema dieser Interview-Serie ist „I do it my Way“, angelehnt an den Titel eines bekannten Frank Sinatra Titels, in dem er seinen Umgang mit Niederlagen und seinen persönlichen Weg beschreibt. Gibt es einen Song, ein Buch, ein Gedicht, ein Kunstwerk oder ähnliches, das Ihre Haltung zu diesem Thema einfängt?

Ein Vers von Sylvia Plath fällt mir ein:

I shut my eyes and all the world drops dead,

I think I made you up inside may head.

Und zwar in dem Sinne, dass man im Leben praktisch alles entscheiden kann. Ich meine das nicht magisch oder naiv, wie viele es sich wünschen. Sondern dass man die Realität täglich durch seine Denkweise und in seinen Taten günstig beeinflusst. Oder nicht.

Gibt es noch etwas, das Ihnen in diesem Zusammenhang wichtig ist?

Alles wandelt sich, nichts ist wichtiger als Teilen und Mitmachen, denn Gemeinsamkeit ist das einzige, was bleibt.

 Alle, die gerne über diesen Artikel twittern möchten, können gerne einfach auf dieses Kästchen klicken (jedenfalls wenn man twittert). Aber natürlich kann man Cristian Schumacher an verschiedenen Orten im Netz treffen. Nämlich wo?

Ganz einfach: www.facebook.com/schumachercristina oder direkt per email: cristina@alinca.com.br. Die Website meines Unternehmens ist: http://alinca.com.br/

Herzlichen Dank für diese anregenden Gedanken, liebe Tina!

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Konny von Schmettau: “I do it My Way”

logoIn der Interview-Serie “I do it my Way” stelle ich Menschen vor, die einen nicht ganz gradlinigen Weg hinter sich und einiges zu erzählen haben. Die Serie soll Mut machen und aufzeigen, dass “Erfolg” nicht immer stromlinienförmig aussieht.

Viel Freude damit!


Konny von Schmettau habe ich vor sehr vielen Jahren kennen gelernt. Damals hat sie meine Öffentlichkeitsarbeit für den eKurs gegen Flugangst “freyflug” übernommen – zu dieser Zeit gar nicht einfach zu vermitteln, was das Internet heute alles kann. Konny hat das aber souverän gemeistert und seither lasse ich mich immer wieder durch ihre “afrikanischen Abenteuer” begeistern.


Was ist ihr Beruf, was Ihr wichtigstes Tätigkeitsfeld heute?

Ich bin ausgebildete Redakteurin, habe Marketing und PR in einer Werbeagentur gelernt und arbeite seit einigen Jahren auch aktiv im Tourismus: Als Firmeninhaberin einer kleinen Safari-Firma und Reiseleiterin. Das Wort „Safari“ entstammt dem Kisuaheli und bedeutet Reise. „Auf Pad“ ist ebenfalls ein Synonym für reisen und unterwegs sein. – Und passt perfekt zu mir.

Ich finde, Sie sind einen ungewöhnlichen privaten/beruflichen Weg gegangen. Stimmt das aus Ihrer Sicht? Was ist für Sie persönlich das Ungewöhnliche daran?

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Ich weiß nicht, ob es ungewöhnlich ist, schon sehr früh im Leben zu wissen, was man will und sein Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Mein Beruf ist meine Berufung: Als 9-Jährige habe ich meiner Großtante bereits ganz ernsthaft erklärt: „Ich werde Journalistin und gehe nach Afrika!“ Ich dachte damals, es sei völlig normal, dass jeder Mensch weiß, was er will und auf sein Ziel zustrebt – und sich vor allem nicht beirren lässt. Denn natürlich sagten alle: „Konnylein, du hast noch dein ganzes Leben vor dir! Was willst du denn in Afrika? Bleib mal schön bei uns, und einen schönen Beruf findest du bestimmt auch noch!“

Heute wie damals ist Schreiben meine Leidenschaft. Als Kind begann ich, Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben und ging immer meinem Ziel entgegen, Journalistin zu werden. Ich habe es nie bereut. Und ja – natürlich lebe ich in Afrika!

Aus heutiger Sicht betrachtet: Ist es der richtige Weg gewesen? Warum?

Auf jeden Fall war es richtig! Wenn man einen großen Traum hat, der wichtiger Bestandteil der eigenen Existenz ist, dann sollte man alles daran setzen, ihn zu verwirklichen. Natürlich habe ich vieles andere ausprobiert, aber im Endeffekt bleibt Journalismus immer meine Leidenschaft. Und neben dem Schreiben für Printmedien verfasse ich inzwischen auch Bücher. Genauer gesagt, Reisebücher, die von Kritikern als „literarische Reiseführer“ bezeichnet werden, lach, das mag wohl daran liegen, dass ich viele Klassiker und Gedichte gelesen habe.

Gab es Zeiten in Ihrem Leben, in denen Sie gezweifelt haben? Wenn ja: Wie sahen diese Zweifel aus? Warum haben Sie gezweifelt? Und wie sind Sie damit umgegangen, was hat Ihnen besonders geholfen?

Wenn man sein Leben nicht regelmäßig in Zweifel zieht bzw. kritisch betrachtet, wird man stagnieren. Es gibt immer wieder Phasen im Leben, in denen man das Gefühl hat, festgefahren zu sein, zu gleichförmig zu leben und nicht wirklich weiter zu kommen. In solchen Situationen zieht es mich in die Natur. Ich setze mich auf meine Geländemaschine und fahre einfach los. Lasse mir Wind und Sonne um die Ohren fegen und meinen Gedanken freien Lauf. Oder ich setze mich in den Wald, an einen Fluss, in die Wüste oder ans Meer – irgendwo hin, wo ich ganz alleine mit mir selbst bin und mich erden kann.

Auf Pad mit Konny

Mit ihrem roten VW-Bus fährt Konny durch Namibia und die Nachbarländer im südlichen Afrika. Auf dem Rückfenster steht „Auf Pad mit Konny“ – der Titel ihrer Reisebücher.

Alle, die gerne über diesen Artikel twittern möchten, können gerne einfach auf dieses Kästchen klicken (jedenfalls wenn man twittert). Aber natürlich kann man

Wenn Sie sich in die Zeit zurückversetzen, in der Sie – sagen wir – 18 Jahre alt waren: Wie hätten Sie über Ihre heutige Situation gedacht? Hatten Sie eine Ahnung davon, geplant/gedacht/gehofft, dass Sie diesen Weg gehen würden?

Dass ich als Journalistin in Afrika leben würde, war mir völlig klar. Nur der Weg dorthin war vielleicht anders gedacht. Wenn ich zurückblicke, sehe ich mich davon träumen, das zu tun, was ich gerade jetzt tue: Ich sitze an meinem Schreibtisch in dem Küstenort Swakopmund am Atlantik in Namibia, rieche das Meer und die Wüste und freue mich auf den morgigen Tag, an dem ich wieder in Afrika aufwachen und leben werde. Ich habe sehr viele Umwege genommen, um hierher zu kommen und hätte vielleicht vernünftiger „planen“ sollen, aber damals, als ich 18 war, wurden Frauen nicht einfach so als Auslandskorrespondenten nach Afrika geschickt. Das war ein „Männerjob“. Naja, da musste ich ja wohl meinen eigenen Plan machen!

Gab es – rückblickend gesehen – einen Moment, an dem Sie sich ganz bewusst für genau diesen Weg entschieden haben? Oder wie verlief das für Sie?

Da mein Ziel von jeher für mich feststand, musste ich nur noch die Entscheidung für das „wie“ treffen. Ich hatte und habe ein sehr turbulentes Leben, wenn ich das mal so frei sagen darf. Nach meinem Studium, Ende 1989, kaufte ich mir (endlich!) ein Ticket und flog für drei Monate nach Afrika. Zunächst nach Zimbabwe, wo ich einen Bekannten hatte, mit dem ich mir das Land ansah. Von Harare aus flog ich nach Nairobi und schließlich nahm ich den Nachtzug nach Uganda, wo ich wiederum einen guten Freund besuchen wollte. Als ich damals früh morgens an der Grenze zwischen Kenia und Uganda stand und hinüber schaute, wusste ich: Das ist mein Land! – ich blieb vier Jahre, und zwar als Auslandskorrespondentin und Kriegsberichterstatterin für deutsche Medien. Ich habe schon immer auf meinen Instinkt gehört, und damit sicher nicht immer die klügsten Entscheidungen getroffen. Im Endeffekt jedoch habe ich mein Ziel erreicht, wenn auch auf vielen Umwegen, und ein Endziel war es noch nicht. Wie gut, dass ich damals nicht ahnte, was noch alles auf mich zukommt …

Felsenkirche

Felsenkirche
In Lüderitzbucht fand Konny 2012 zusammen mit dem deutschen Dachdecker Dietmar Pistorius (Mitte) einen 100 Jahre alten Brief des damaligen Klempnermeisters.

Eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt, lautet: Wie findet man neue, spannende Ziele, wenn ein ursprüngliches Ziel erreicht ist. Wie lautet Ihre Antwort darauf? Wie gehen Sie mit dieser Frage um?

Mein Etappenziel war erreicht, als ich in Uganda lebte und arbeitete. Doch so einfach wollte das Schicksal es mir wohl doch nicht machen. Ich verliebte mich in einen Ägypter, dessen Familie dem Hochadel entstammte und in Uganda im Exil lebte. Wir heirateten, bekamen einen Sohn und alles schien perfekt zu sein. – Bis die Religionsunterschiede durch den Druck seines Umfeldes immer deutlicher zu Tage traten. Kannst du dir eine selbstbewusste Frau aus Europa vorstellen, die mit Kopftuch und zurückgezogen nur noch ein arabisches Familienleben lebt? Ihren Traumberuf und alle Lebensziele aufgibt? Natürlich nicht. Als die Situation derart eskalierte, dass es letztlich um Leben und Tod ging, ließ ich alles liegen und stehen und mich mit meinem acht Monate alten Sohn nach Deutschland ausfliegen – und fing eben nochmals von vorne an. Da man mit Kind als freie Journalistin schlecht überleben konnte in diesen Zeiten, gründete ich meine eigene Firma zu Hause, um für meinen Sohn da sein zu können, und wurde auch recht erfolgreich. Ich arbeitete mit der Uni Marburg zusammen, indem ich junge Studierende durch Langzeitpraktika in Journalismus und PR einführte, organisierte Messepräsentationen, Podiumsdiskussionen und erstellte eine ganze Reihe erfolgreicher Publikationen. Es fühlte sich sehr gut an, „es geschafft zu haben“. Doch immer blieb mein Heimweh nach Afrika. Und so wanderte ich 2005 mit meinem damals 12-jährigen Sohn wieder aus, und zwar nach Namibia.

Gibt es derzeit ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Es gibt immer eine ganze Reihe Themen, die mir am Herzen liegen, im Besonderen ist dies die Armut allein erziehender Mütter in Afrika, die keine Lobby haben und völlig auf sich gestellt sind. Die afrikanische Kultur sieht den Mann nicht als liebevollen Vater und Ehemann vor, so dass die Hauptlast – und zumeist auch die alleinige – auf den Müttern liegt. Schon in Uganda hatte ich ein kleines Waisenhaus mit Frauenprojekt aufgebaut, und nun, in Namibia, helfe ich ehrenamtlich, wo es eben geht, und zwar mit dem kleinen deutschen Hilfsverein Pro Namibia e.V. www.pro-namibia.de Derzeit baue ich einen Kindergarten im Armenviertel, um alleinerziehenden Müttern die Möglichkeit zu gewährleisten, einer Arbeit nachzugehen und ihre Kindern währenddessen wohl behütet zu wissen.

Konny Kolmannskuppe

In Kolmannskuppe (heute eine verlassene „Geisterstadt“) fand im Jahre 1908 der deutsche Bahnmeister August Stauch den ersten Diamanten des damaligen Deutsch-Südwestafrika und löste damit ein unvergleichliches Diamantenfieber aus. Konny recherchierte die historischen Hintergründe vor Ort.

Work-Life-Balance ist immer ein großes Thema für mich und für viele meiner LeserInnen. (Wie) schaffen Sie das bzw. welchen Tipp können Sie aus Ihrer Erfahrung zu dieser Herausforderung geben?

Es ist wichtig, einen gesunden Ausgleich zum täglichen Überlebenskampf und Stress aufzubauen, und zwar ganz bewusst. Im Laufe der Zeit lernt man zu erkennen, was einem besonders gut tut und spätestens dann, wenn das Leben einen aufzufressen droht, muss man sich Freiräume schaffen. Das ist allerdings schwierig, wenn man Beruf und Familie unter einen Hut bringen muss. Doch gerade dann ist es wichtig, sich bewusst Auszeiten zu nehmen. Ich habe mir in schwierigen Phasen meinen Sohn ins Auto oder später – als er groß genug war, um an die Fußrasten zu kommen – aufs Motorrad gepackt und bin mit ihm Zelten gegangen. Bei ausgiebigem Wandern und abends am Lagerfeuer unterm Sternenhimmel kann man den ganzen Stress einfach von sich werfen.

Inzwischen ist mein Sohn flügge und ich habe mir hier in Namibia einen VW-
Bus gekauft, in den ich mehrfach im Jahr alles packe, was man so für ein paar Wochen braucht. Dann geht’s los, durch die Wüste und die unendlichen Weiten des Südens, über Nebenstrecken, von denen viele auf keiner Karte stehen, allein mit mir und glücklich, diese unglaubliche Freiheit genießen zu können. So mache ich meine Reportagen und schreibe meine Bücher. Lerne ständig neue Menschen kennen, entdecke spannende Geschichte, lese viel, schlafe alleine irgendwo draußen im Busch – und genieße mein nächtliches Lagerfeuer unter dem afrikanischen Sternenhimmel.

Haben Sie einen Tipp für jemanden, der an einem Punkt im Leben steht, an dem er/sie nicht genau weiß, wie es weitergehen soll?

Alles liegen und stehen lassen und auf Reisen gehen! Einfach losfahren, nur das Notwendigste mitnehmen und auf die Reise zu sich selbst gehen! Als mein Sohn vor einigen Jahren nach Deutschland zurückkehrte, fühlte ich mich völlig verloren. Ich hätte nur noch heulen können, denn alles und jedes in unserer Wohnung, in der Stadt, am Meer erinnerte mich an ihn und ich hatte das Gefühl, nur noch ein halber Mensch zu sein. Drei Monate später habe ich mich in meinen 38 Jahre alten Mercedes gesetzt und bin erst mal in Richtung Botswana gefahren. Von dort aus ging es dann nach Zambia und Zimbabwe. Unterwegs jobbte ich in Lodges, machte Marketing für Unternehmen, schrieb Reiseberichte für Zeitungen. 14 Monate später fuhr ich zurück nach Swakopmund – als erneuerter Mensch, mit dem guten Gefühl, ein neues Leben in meiner alten Wahlheimat in die Hand zu nehmen.

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Einsame Landschaften sind ihr am liebsten –wie hier in der Namib-Wüste (Foto: Jens-Uwe Köhler)

Das Thema dieser Interview-Serie ist „I do it my Way“, angelehnt an den Titel eines bekannten Frank Sinatra Titels, in dem er seinen Umgang mit Niederlagen und seinen persönlichen Weg beschreibt. Gibt es einen Song, ein Buch, ein Gedicht, ein Kunstwerk oder ähnliches, das Ihre Haltung zu diesem Thema einfängt? Haben Sie einen Link zum Song/Buch etc.?

“Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen, ich schulde ihnen noch mein Leben!“ – Dieser wunderbare Spruch von Frederike Frei begleitet mich schon seit undenklichen Jahren, und wenn ich geknickt bin, richtet er mich immer wieder auf. Träume und Visionen sollten immer Bestandteil unseres Lebens sein, sie schenken uns Mut, Zuversicht und Durchhaltevermögen. Kein Unternehmer, keine Unternehmerin kann ohne eine Vision erfolgreich sein.

Gibt es noch etwas, das Ihnen in diesem Zusammenhang wichtig ist?

Niemals aufgeben, egal, was kommt! Manchmal bricht im Leben scheinbar alles zusammen und man hat das Gefühl, nicht nur Steine in den Weg gelegt zu bekommen, sondern ganze Berge. Und wenn man erfolgreich ist, stellen sich wie von selbst Neider ein, die einem das Leben schwer zu machen versuchen. Irgendwann habe ich mir den aus dem Mittelalter stammenden Spruch „Viel Feind, viel Ehr“ ausgeliehen, um mich selbst zu stärken. – Er bringt mich dann wieder zum Schmunzeln, und mit Humor und einer gewissen Selbstironie wird es gleich wieder leichter. Entgegen der landläufigen Meinung ist es übrigens überhaupt keine Schande, Schwächen zuzugeben. Niemand kann immer stark sein. Wichtig ist nur, dass man nach dem Ausheulen immer wieder aufsteht und weiterläuft, den Kopf nach oben, zur Sonne hin. Über den Wolken scheint immer die Sonne, man muss sie nur erkennen.

Wie können unsere Leser/innen Sie im Internet finden?

Wenn ich unterwegs bin, schreibe ich auf meiner Webseite www.safaris-in-namibia.de über meine Erlebnisse.

Mein kleines Safariunternehmen ist unter www.namibia-aktiv.com zu finden und viele meiner Reisefotos stelle ich auch bei Facebook ein – einfach unter meinem Namen.

Meine Namibia-Bücher findet man hier.

 

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Jana Schuberth: “I do it My Wy”

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In der Interview-Serie “I do it my Way” stelle ich Menschen vor, die einen nicht ganz gradlinigen Weg hinter sich und einiges zu erzählen haben. Die Serie soll Mut machen und aufzeigen, dass “Erfolg” nicht immer stromlinienförmig aussieht.

Viel Freude damit!


Jana Schuberth ist eine internationale Powerfrau, die ihren Weg zielstrebig und gleichzeitig flexibel geht. Ungewöhnlich. Als Visionärin mit Tatkraft organisiert sie derzeit die „Alive” Konferenz in Berlin (www.aliveinberlin.com) und berichtet hier über ihren Weg dorthin und über manches mehr. Spannend und tiefgründig. Lesen Sie selbst.


Was ist Ihr Beruf, was Ihr wichtigstes Tätigkeitsfeld heute?

Dazu gibt es mehrere Antworten. Zuerst fällt mir zu diesem Stichwort ein, dass ich von Beruf aus Marketingmanagerin und auch Finanzexpertin bin. Bevor ich Coach geworden bin, hatte ich also schon zwei “Karrieren” hinter mir. Angefangen habe ich als Journalistin im PR-Bereich zu arbeiten. Dann habe ich Marketing und Werbung studiert und das auch als Beruf ausgeübt. Anschließend bin ich zur globalen Firma PriceWaterhouseCoopers gewechselt und habe 4 1/2 Jahre lang im Finanzwesen gearbeitet. Dort bin ich schließlich “Chartered Accountant” (staatlich geprüfter Wirtschaftsprüfer und Buchhalter) geworden und habe dann in Nottingham/England als “kommerzieller Buchhalter/ Controller” gearbeitet. Das habe ich aber inzwischen schon lange hinter mir gelassen, habe 2010 eine Weiterbildung zum Coach gemacht und habe mich dann in diesem Bereich selbstständig gemacht und bin nun hauptberuflich als Life- und Business-Coach unterwegs und eben auch momentan als Gastgeber und “Creator” von der “Alive in Berlin”- Konferenz.

IMG_8220_croppedIch finde, Sie sind einen ungewöhnlichen privaten/beruflichen Weg gegangen. Stimmt das aus Ihrer Sicht? Was ist für Sie persönlich das Ungewöhnliche daran?

Ich glaube schon, dass es relativ ungewöhnlich ist. Schon alleine, weil ich eben diese drei Wechsel hatte, zwischen Journalismus und Marketing zum Finanzwesen und dann zum Coaching. Auf der anderen Seite denke ich, dass das heutzutage immer häufiger vorkommt, dass man nicht nur einen Beruf wählt, in dem man dann bleibt bis zum Lebensende. Aber was meinen Weg schon bestimmt hat, ist diese Suche nach der Leidenschaft. Mein Mann ist schon seit über zwanzig Jahren Steinmetz und Steinbildhauer und er hat beim Arbeiten das Essen, Trinken und Schlafen vergessen und war da so involviert, dass ihn das total begeistert hat. Er war so leidenschaftlich dabei, dass er alles dabei vergessen konnte. Und so etwas habe ich auch gesucht. Ich wollte etwas machen, was mir soviel bedeutet, dass ich meine Zeit dabei vergesse. Und in meinen vorherigen Berufen war das eher so, dass ich auf die Uhr geschaut habe und gewartet habe, dass es endlich Feierabend wird, auch wenn es dabei Elemente gab, die mir im Prinzip Spaß gemacht hat. So habe ich mich also immer wieder und immer weiter auf die Suche begeben nach dem, was mich so erfüllen würde, dass man es im Herzen merkt. Und der rote Faden war dabei für mich immer, zu lernen, wie der Mensch psychologisch funktioniert, was ihn bewegt. Von daher fand ich Marketing unheimlich spannend, und wie man das in der Markenentwicklung nutzt. Als ich im Finanzwesen tätig war und das mich damals nicht wirklich begeistert hat, war es trotzdem schön und immer wieder erfolgreich für mich, wenn ich mit Kunden direkt arbeiten konnte und ihnen helfen konnte, oder jüngere Auszubildende mit geschult habe. Es gab also schon immer Sachen, gerade im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie, die mir viel Spaß gemacht haben. Und die habe ich dann letztlich einfach alle zusammen genommen im Coaching-
Bereich. Und das war eben mit Leuten arbeiten, Veränderungen herbei führen, auch eine eigene Firma haben und wirklich etwas bewegen können.

Aus heutiger Sicht betrachtet: Ist es der richtige Weg gewesen? Warum?

Auf JEDEN Fall würde ich dem ganzen Herzens zustimmen. Ich wäre nicht, wo ich jetzt bin, wenn ich nicht diesen Weg mit Umwegen gegangen wäre. Was mich, abgesehen von den beruflichen Wahlen auch noch sehr stark beeinflusst hat, ist, dass ich mit 21 Jahren aus Deutschland weggegangen bin und jetzt schon seit über 11 Jahren in England lebe. Das war bestimmt nicht die einfachste Entscheidung oder der einfachste Weg, denn es war schon ein schwieriger Start hier in England in 2003. Aber es war auf jeden Fall die richtige Wahl. Ich fühle mich jetzt hier so wohl und weiß, dass mein Leben einfach hier spielt, mit Freunden, mit Beziehungskontakten, mit privatem Spaß und Aktivitäten, die ich jetzt hier einfach zum Leben für mich dazu gehören. Von daher finde ich das schon und beruflich gesehen ist es auf jeden Fall eindeutig der richtige Platz hier für mich und meinen Mann. Dadurch dass ich mir erlaubt habe, verschiedene Wege zu gehen, hat wirklich eines zum anderen geführt. Alle Fähigkeiten, die ich auf dem Weg erlernt habe sind jetzt auf jeden Fall total brauchbar. Ich bin zwar nicht als Buchhalterin oder Wirtschaftsprüferin tätig, aber dadurch dass ich das gemacht habe, kann ich ganz anders Unternehmer oder junge Start-Ups coachen. Da ich eben auch auf Profitabilität und Machbarkeit prüfe und meine Marketingfähigkeiten mit einbringen kann, wenn jemand sich selbstständig macht. Bei solchen Dingen finde ich, dass es unheimlich wertvoll ist, dass ich den Weg gegangen bin, den ich gewählt habe.

Gab es Zeiten in Ihrem Leben, in denen Sie gezweifelt haben? Wenn ja: Wie sahen diese Zweifel aus? Warum haben Sie gezweifelt? Und wie sind Sie damit umgegangen, was hat Ihnen besonders geholfen?

Ich zweifle jeden Tag. Ich glaube nicht, dass man je zweifelsfrei ist im engeren Sinn ist. Was wichtig ist, ist trotz des Zweifels zu handeln. In den letzten Jahren gab es sehr viele Punkte in denen ich an mir gezweifelt habe. Ich hatte sehr große Angst davor, mein doch auch gutes Gehalt zurück zu lassen, das regelmäßige Einkommen. Da habe ich mich auch kräftig coachen lassen, damit ich diese Angst verliere. Zumal mein Mann eben auch selbstständig ist und ich dann nicht noch mehr Unsicherheit wollte. Das war auf jeden Fall einer solcher Zweifel-Momente. Dadurch dass ich die Konferenz in Berlin leite und organisiere, da gibt es derzeit täglich Zweifel, ob und wie ich das alles schaffe. Dass es das wert ist, weiß ich schon, aber es testet meinen Mut aus. Es wird viel riskiert, finanziell, aber auch im Sinne der Teilnehmer: Es machen ja viele Leute Buchungen, die Geld dafür ausgeben, die ein Erlebnis dafür haben wollen. Insofern habe ich natürlich Zweifel, ob das alles hinhaut. Eine andere Sache, die glaube ich viele haben, und die ich auch kenne ist: Wer bin ich denn, dass ich das jetzt mache? Ob das jetzt um Coaching geht oder um die Konferenz. Egal um was – ich hatte immer diese Vorstellung (und habe sie zum Teil immer noch), dass ich entweder einen Doktortitel oder ein Buch geschrieben haben muss oder tausende Twitter-Follower oder Facebook-Freunde haben muss, um Authorität zu haben und grössere Projekte anzugehen. Und das ist natürlich Quatsch. Was ich dagegen mache, ist mich auf eine vermutlich bessere, hilfreichere Definition von Erfolg zu fokussieren. Dass ich zum Beispiel in dem Moment, wo ich Spaß habe, das als Erfolg verbuche. Und den habe ich auf jeden Fall die meiste Zeit. Und natürlich hilft es auch mich immer wieder in Verbindung zu setzen mit dem Gefühl, warum ich das eigentlich alles mache. Gerade bei Berlin, einer grossen Konferenz, die ich ja mit Hilfe von vielen freiwilligen Helfern und auch professionellen Helfern mache, hiflt es daran zu denken warum ich das überhaupt machen will. Ich finde auch, dass es okay ist mal Zeiten zu haben, in denen ich zweifeln darf und mit meinem Mann und meinen Freundinnen darüber sprechen kann. Dann weiß ich, dass das am nächsten Tag, wenn ich mal drüber geschlafen habe, wieder ok ist.

Wenn Sie sich in die Zeit zurückversetzen, in der Sie – sagen wir – 18 Jahre alt waren: Wie hätten Sie über Ihre heutige Situation gedacht? Hatten Sie eine Ahnung davon gehabt, geplant/gedacht/gehofft, dass Sie diesen Weg gehen würden?

Ganz bestimmt nicht, zum großen Teil. Ich hatte schon ein Gefühl, dass ich im Ausland leben würde, das war nicht so überraschend. Ich habe sogar, als ich 18 war, einem Freund, mit dem ich London war gesagt, “Mensch, ich ziehe irgendwann mal nach England”, aber da war das noch gar nicht absehbar. Mit 18 war ich in der Ausbildung zum PR-Journalisten noch in meiner Heimatstadt Schwerin. Ich war eigentlich gerade frisch in diese PR-Welt eingetaucht. Ursprünglich war mein Plan eigentlich gewesen, in den medizinischen Bereich zu gehen. Ich hatte schon eine Stelle als Kinderkrankenschwester sicher und wurde dann aber doch durch sozusagen kuriose Umstände quasi abgeworben durch den Geschäftsführer der Werbeagentur. Der hatte mich auf der Bühne im Organisationskomitee eines örtlichen Drachenbootfestivals gesehen und dachte, ich würde gut in sein Team passen. Das klang natürlich viel, viel spannender als im Krankenhaus herum zu laufen und von daher ist meine Richtung schon sehr anders als geplant. Vor allem die Ausrichtung in den Finanzsektor ist dann aber doch sehr überraschend gewesen, denn ich fand Mathe eigentlich schon immer doof und habe mein Mathe-Abi nur mit Ach und Krach geschafft, gerade so bin ich da durchgekommen. Habe auch meinen Bachelor-Studiengang danach ausgesucht, dass so wenig wie möglich Zahlen drin vorkamen (lacht). Aber am Ende des Studiums habe ich dann doch gedacht, “naja, ich sollte mich mal herausfordern, mich meinen Schwächen stellen, einige numerische und analytische Fähigkeiten entwickeln und habe mich dann recht bewusst für die Wirtschaftsprüfer- und Buchhalter Geschichte entschieden. Und das war auf jeden Fall eines der härtesten Dinge, die ich im Leben gemacht. Aber wie gesagt total nützlich. Jetzt hilft das total in meiner Arbeit als Coach, aber auch als Unternehmerin, zu wissen, was die Bilanz eigentlich bedeutet. Gewinn- und Verlustrechnung zu verstehen. Solche Dinge sind unheimlich hilfreich. Ich würde sagen: Vielleicht war einiges absehbar, wenn man zurück blickt, lassen sich die Punkte gut verbinden, aber gewusst hätte ich es glaube ich mit 18 nicht, dass ich Coach sein würde obwohl ich schon damals gern viele und tiefe Fragen gestellt habe.

Gab es – rückblickend gesehen – einen Moment, an dem Sie sich ganz bewusst für genau diesen Weg entschieden haben? Oder wie verlief das für Sie?

Da kommt mir eigentlich gleich diese Geschichte in den Kopf, wie die Konferenz “Alive” eigentlich entstanden ist: Ich saß mit meiner Mastermindgruppe zusammen und meine Mentorin war eine Amerikanerin. Ich bin für ein Wochenende nach Arizona/USA geflogen, um mit dieser Gruppe zusammen zu sitzen und es war wunderschön, hat total viel Spaß gemacht. Wir haben uns super ausgetauscht und viel davon gewonnen. Ich bin aber auch etwas traurig und frustriert gewesen, weil ich dachte, wenn ich jetzt nach England zurückfliege, dann habe ich das alles nicht mehr. Es waren alles Amerikaner und Kanadier außer mir und hier zu Hause hatte ich niemanden, mit dem ich mich so unterhalten konnte, über Coaching, Marketing und solche Sachen. Da habe ich zu meiner Mentorin gesagt, ich wünschte mir einfach, dass mich jemand zu Hause unter die Fittiche nimmt und mir zeigt, wo der Hase lang läuft, wie man in Europa wichtige Leute trifft. Da sagte meine Mentorin zu mir. “Jana, Du musst die Führungskraft werden, die du suchst.” Und das ist echt hängengeblieben bei mir. Denn das wollte ich natürlich nicht hören, ich wollte einfach nur jemanden, der mir sagt, wie ich weiterkomme im Leben und wie ich meine Firma wirklich aufbauen kann. Und dann hat sie mir gesagt, ich sollte da selbst reinwachsen. Innerhalb dieses Wochenendes bin ich dann halb gejetlagged um vier Uhr morgens aufgewacht und hatte die Vision dieser Konerenz, von dieser European Community, einer Gemeinschaft in Europa, die zusammentrifft, sich gegenseitig unterstützt, sich gegenseitig hilft, Dinge zu promoten. Das, was die Amerikaner so toll machen: sich gegenseitig zu unterstützen, bei ihren Büchern, ihren Websites und Projekten. Dann hat das alles, wie man sieht, drei Jahre gedauert, bis ich mich daran getraut habe. Das Ganze war alles beschleunigt durch eine Konferenz, auf die ich letztes Jahr gefahren bin, auch in Amerika, in Oregon. Dort dachte ich: naja, ich werde nie all die richtigen Informationen zusammen haben, ich muss das jetzt einfach anfangen, dann wird sich der Rest schon ergeben. Das war im Juli letzten Jahres und dann habe ich angefangen, die Konferenz zu planen.

Eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt, lautet: Wie findet man neue, spannende Ziele, wenn ein ursprüngliches Ziel erreicht ist. Wie lautet Ihre Antwort darauf? Wie gehen Sie mit dieser Frage um?

IMG_8297Das ist eine interessante Frage. Ich denke, wenn ich zurück blicke auf das, was ich bisher erreicht habe, dann empfinde ich meine Ziele als beweglich. Die verändern sich, die werden größer oder ein bisschen anders. Und so lange ich meinen Instinkten folge und wirklich flexibel bin im Alltag, dann ergibt sich der nächste Schritt einfach. So habe ich z.B. letztes Jahr in unserem Lokalblatt eine kleine Anzeige für einen Chor gesehen und fand das hörte sich irgendwie cool and und bin dann dort vorbei. Und seit über einem Jahr bin ich jetzt total begeistert dabei und nehme auch privat Gesangsstunden. Ende November habe ich sogar mein erstes Solo öffentlich gesungen, was total beängstigend war und mich sicherlich aus meiner Komfortzone heraus katapultiert hat. Genauso sind auch meine Leidenschaft fürs CrossFit-Training und auch fürs Coachen entstanden. Darauf bin ich gekommen aus der Erfahrung heraus, selbst gecoacht zu werden. ich habe eigentlich immer meinem Bauchgefühl vertraut, wenn es um Ziele ging. Jetzt bin ich von Leuten die mich zu höheren Standards bewegen umgeben, die mich dabei unterstützen, mehr zu erreichen. Im Moment ist das Thema, eine Komune aufzubauen, ganz groß und interessant für mich und da gibt es ein paar ganz tolle Leader in der Richtung, die ganz tolle Gruppen geschaffen haben und große Platformen kreiert haben. Desweiteren habe ich immer viele Coaches um mich herum, in allen Lebensbereichen: im Sport, im Singen, im Coaching. Überall habe ich Leute um mich herum, die mich unterstützen, nach höheren Standards fragen. Da hilft es mir einfach, richtig gut gecoacht zu werden, Klarheit zu kreieren und mich zu fragen, was ich wirklich will. Da bin ich dann auch ganz pragmatisch, muss ich sagen, ich mag schon auch gerne Ziele haben, die wirklich auch anfassbar und nachweisbar sind. Auf der anderen Seite ist da aber auch ein ganz großer Teil wichtig, viel zu erfühlen, und stelle fest, dass ich mich oft entspannt, aufgeregt, also “excited” oder engagiert oder involviert oder verbunden fühlen möchte und gehe dann diesen Gefühlen nach. Das kann sich dann auch innerhalb eines Monats mal verändern. Mir ist einfach wichtig, dass ich mich immer weiter entwickle und dafür sorgen dann schon mein Umfeld und meine Coaches auf jeden Fall auch die Leute, mit denen ich befreundet bin.

Gibt es derzeit ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Auf jeden Fall, natürlich die “Alive”: Also das ist ein RIESENprojekt. Jeder, der sich überlegt, mal eine Konferenz zu veranstalten, der sollte sich das gut vorher überlegen (lacht). Das verlangt wirklich soviele Entscheidungen und soviel Arbeit ab. Ich hatte nicht erwartet, dass es so ist wie es ist. Mir liegt das Thema aber auch sehr am Herzen, weil ich glaube, dass wir einen Ort brauchen in Europa, wo wir uns verbinden können, wo wir inspiriert werden, wo wir uns gegenseitig beim Wachstum helfen und unterstützen können. Es geht mir auch darum, etwas Neues zu schaffen, denn viele Konferenzen beschäftigen sich ja mit etwas Speziellem, wie Technologie oder Marketing, Business oder Medizin oder was auch immer. Und bei “Alive” geht es wirklich darum, dass man sich erfüllt fühlt in allen Bereichen des Lebens. Wenn Coachees z.B. zu mir kommen und sich nicht im Arbeitsleben erfüllt fühlen, dann hat das immer auch etwas mit anderen Lebensbereichen zu tun. Ja, das wissen wir einfach auch und nehmen es daher ernst. Deshalb gibt es bei Alive die fünf grossen Themengebiete des Lebens (Geld und Arbeit, Gesundheit und Körper, Kommune und Spiritualität, Abenteuer und Aspirationen, Beziehungen und Leidenschaft) und die hervorragenden Sprecher, die wir dafür gewonnen haben kommen aus Amerika und von überall her. Das liegt mir also ganz doll am Herzen.

Work-Life-Balance ist immer ein großes Thema für mich und für viele meiner LeserInnen. Wie schaffen Sie das bzw. welchen Tipp können Sie aus Ihrer Erfahrung zu dieser Herausforderung geben?

Ich finde diese Work-Life-Balance-Frage ist ein bisschen überschätzt. Was ich damit meine ist, zum einen gibt es für mich nicht so einen großen Unterschied zwischen Work und Life. Für mich ist meine Arbeit ein so wichtiger Teil meines Lebens, das trenne ich nicht ab. Das kann so sein, dass ich in einen Spa gehe und mich entspanne für einen Tag und dabei etwas Schönes lese oder schreibe. Das muss nicht immer getrennt sein. Zum anderen denke ich, das ist ein bisschen so wie bei diesem “Laut-” und “Leise-Knopf” am Radio. Und wir haben verschiedene Knöpfe. Für Gesundheit, für Arbeit, für Freizeit, für Zeit mit dem Liebsten, für Ernährung, für Berufliches. Wir haben insgesamt nur 100%. oder 24 Stunden am Tag. Oder 168 Stunden in der Woche. Und wenn wir eines ein bisschen lauter drehen, dann müssen die anderen ein bisschen leiser gedreht werden. Momentan ist die Arbeit sehr laut für mich. Das ist ok, weil ich weiß, wofür ich es tue. Das heisst aber auch, dass gewisse Sachen in den Hintergrund treten. Das ist aber ok für mich, so lange ich gut schlafe. Das ist wirklich richtig wichtig für mich. Für meine Balance. Solange ich gut schlafe und Zeit finde, zum Laufen oder zum CrossFit-Training zu gehen und zum Singen, passt das eigentlich bei mir. Und mein ganz praktischer Tipp ist, sich diese Sachen in den Kalender mit einzubauen. Also ich habe mir Zeiten gesucht, wo ich gut trainieren oder laufen gehen kann. Meistens ganz früh morgens, wenn ich einen langen Tag habe. Da rüttle ich dann aber auch nicht dran und es gibt auch gewisse Zeiten, wie Dienstags oder Samstags vormittags, wenn ich zum Singen gehe und wenn ich meine Gesangsunterrichtstunden habe. Die bleiben fest im Kalender stehen.

Haben Sie einen Tipp für jemanden, der an einem Punkt im Leben steht, an dem er/sie nicht genau weiß, wie es weitergehen soll?

Auf jeden Fall. Also ich glaube, das ist eigentlich ganz spannend, wenn Leute in dieser Situation stecken, wo sie nicht genau wissen, wie es weiter gehen soll. Also an einer Art Kreuzung stehen. Die meiste Zeit, glaube ich, wissen sie eigentlich schon, wie es weiter gehen soll, aber das Gehirn verrationalisiert noch so ein bisschen das Bauchgefühl und deshalb ist man dann hin- und hergerissen. Denn das Herz sagt das Eine, der Kopf sagt das Andere und dann haben die moisten eine lange Liste von Gründen, warum das nicht passieren kann, was man sich vorgenommen hat. Also zum einen würde ich sagen, auf jeden Fall Ruhe schaffen und dem Bauchgefühl mehr Gehör schenken als dem Gehirn. Zum Anderen kann ich nur einfach aus eigener Erfahrung sagen und natürlich bin ich da nicht objektiv, aber einen Coach an seiner Seite zu haben ist da natürlich total wertvoll, weil er hilft eine Perspektive reinzubringen durch Fragen, die man sich oft nicht selbst stellen kann. Eine Frage, die man sich trotzdem selbst stellen kann — abgesehen von “was will ich eigentlich wirklich?”, wo die Leute am meisten Probleme haben das zu beantworten – ist: “Was will ich gerade nicht so wahrhaben?” Oder: “Wovor habe ich Angst?” Wovor könnte man Angst haben, es wirklich definitiv zu wissen? Also wenn man z.B. in einer beruflichen Situation feststeckt wo man an einer Kreuzung steht und nicht weiter weiß, da haben die meisten einfach Angst, sich einzugestehen, dass sie im Kopf eigentlich schon entschieden haben, dass sie da nicht mehr sein wollen. Oder in einer Beziehung ist das ähnlich. Und haben aber eigentlich so viele Angst vor Konsequenzen, dass sie dann festhängen. Und da kann ein Coach natürlich weiterhelfen. Ansonsten finde ich, hilft es einfach anzufangen, darüber mit Leuten zu reden, egal ob’s ein Coach ist oder ein Freund oder ein Partner. Oft hilft das eigentliche darüber Sprechen schon, weitere Lösungsansätze zu finden. Denn in dem Moment, in dem man es ausspricht, hat man ja oft schon Erkenntnisse, was man eigentlich wirklich will. Das kann auf jeden Fall weiterhelfen. Ansonsten würde ich auf ganz praktische Art empfehlen, ein kleines Tagebuch zu führen und die Momente am Tag aufzuschreiben, wo man sich richtig, richtig gut fühlt. Und die Momente, wo man sich richtig, richtig schlecht fühlt auch. Also energiegebende und energienehmende Aktivitäten, um einfach herauszufinden, was einen sich besser fühlen lässt. Und dann mehr davon zu tun, was einen richtig gut fühlen lässt.

Das Thema dieser Interview-Serie ist „I do it my Way“, angelehnt an den Titel eines bekannten Frank Sinatra Titels, in dem er seinen Umgang mit Niederlagen und seinen persönlichen Weg beschreibt. Gibt es einen Song, ein Buch, ein Gedicht, ein Kunstwerk oder ähnliches, das Ihre Haltung zu diesem Thema einfängt? Haben Sie einen Link zum Song/Buch etc.?

Ja, da will ich auf jeden Fall das Video von Katy Perry “Firework” teilen (hier klicken), weil es für mich so wahr ist. Dass in allen Menschen, in jedem was ganz besonderes steckt und wir das Wissen nur rauslassen müssen. Dass wir den Mut haben müssen, unseren eigenen Weg zu gehen. Auf unsere Art und Weise. Und dass es nichts ausmacht, was andere Leute denken und dass man einfach was ganz besonderes ist und dass jeder was ganz besonderes ist.

Gibt es noch etwas, das Ihnen in diesem Zusammenhang wichtig ist?

Just do it! Just do something! Ich glaube, viele Leute lassen sich leicht von der Analyse paralysieren, wie man im Englischen so schön sagt: Analysis paralysis. Beim Gehen des eigenen Weges hilft es, einfach etwas zu machen. Es muss nicht perfekt sein, es muss nicht das Richtige sein. Viele Leute denken auch, sie wollen unbedingt den richtigen Schritt gehen, die richtige Entscheidung treffen. Und ich finde, eine Entscheidung, einen Weg einschlagen, ist viel besser als keinen oder gar nichts zu machen. Einfach weil einem das neue Informationen gibt und man dann wieder erneut Entscheidungen treffen kann. “Just do SOMEthing” wäre mein letzter Punkt.

Alle, die gerne über diesen Artikel twittern möchten, können gerne einfach auf dieses Kästchen klicken (jedenfalls wenn man twittert). Aber natürlich kann man Jana Schuberth auch über andere virtuelle Kanäle erreichen:

http://vocaroo.com/i/s0uVjdaQzm8T

Jana Schuberths Website (hier), hier ist Jana auf Facebook zu finden, hier bei twitter.

Hier geht’s zur Website der einigartigen “Alive in Berlin” Konferenz, hier finden Sie “alive” auf twitter und hier auf facebook.

Herzlichen Dank, dass Sie sich trotz der Vorbereitung für “Alive in Berlin” die Zeit für dieses tief gehende und spannende Interview genommen haben!

 

 

Veröffentlicht unter I do it my Way, Interview, Motivation, Work-Life-Balance | Kommentare deaktiviert

Nadine Hamburger: “I Do it My Way”

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In der Interview-Serie “I do it my Way” stelle ich Menschen vor, die einen nicht ganz gradlinigen Weg hinter sich und einiges zu erzählen haben. Die Serie soll Mut machen und aufzeigen, dass “Erfolg” nicht immer stromlinienförmig aussieht.

Viel Freude damit!


Nadine Hamburger bietet “Stärke und Strategie für Berater und Bewusstseinsentwickler”. Das klingt spannend, zumal wenn man weiß, dass sich die Coach und Beraterin nicht nur mit Herz und Seele dafür einsetzt, dass wir beruflich wie privat leben, was wir sind, und einen Ratgeberbuch zu dieser Burnout-Alternative geschrieben hat, sondern auch ihre Spiritualität voll in ihre Arbeit integriert. Ich bin gespannt auf die Antworten, die sie auf meine Interview-Fragen hat.


1_kleinWas ist ihr Beruf, was Ihr wichtigstes Tätigkeitsfeld heute?
Ich bin Sparringspartnerin, Botschafterin und Begleiterin für Frauen und Männer, die führend sind im gesellschaftlichen Wandel. Die, die Gestalter der Welt sind, in der sie leben wollen. Viele Menschen erinnern sich gerade an ein tiefes Wissen und eine tiefe Erfahrung, die über Generationen unbewusst übertragen ist:  An eine Welt, in der die Liebe regiert hat. In der die Menschlichkeit, das Miteinander und höchster Respekt gegenüber der Natur, ihrer Wesen und der Ressourcen auf diesem Planeten herrschten. Und zu so einer Welt sehnen sich die Menschen zurück, erinnern sich und fangen an, Stückchen für Stückchen dieser Qualitäten wieder in unserer heutigen Welt zu integrieren. Das sind die vielen Petitonen für den Schutz des Meeres, der Delphine, Wale, Haie. Es sind alternative Einkaufsmöglichkeiten und der Wunsch, dass wir wieder Nahrungsmittel erhalten die uns mit ihrer gespeicherten Sonnenkraft, Vitalität und reinen Energie auch wirklich nähren anstatt uns zu schaden oder per Genussbefriedigung ein Ernähren vorzugaukeln. So viele dieser Menschen gehen Risiken ein, gehen aus ihrer Komfortzone und stellen sich starkem Gegenwind und der Einsamkeit ihrer Pioniertätigkeit. Diese Menschen möchte ich ermutigen und unterstützen, genau diesen – ihren ganz eigenen Weg weiterzugehen. Den Weg ihres Herzens, ihrer Träume, ihrer Visionen. So sind wir zur Zeit mittendrin, die Welt zu kreieren, in der wir wirklich leben wollen. Und sie wird unweigerlich kommen, auch im Großen. Ich kann es sehen.

Ich finde, Sie sind einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Stimmt das aus Ihrer Sicht? Was ist für Sie persönlich das Ungewöhnliche daran?

Ja, das stimmt. Ich bin immer wieder die ungewöhnlichen Wege gegangen. Als 12-jährige bin ich mit dem Fahrradanhänger und Surfbrett in 45 Minuten zum Baggersee zum Windsurfen gefahren, Jahre später haben mich auch Minustemperaturen und Schneetreiben nicht davon abgehalten, aufs Wasser zu gehen. Im Studium wollte ich partout nach Kapstadt, dafür habe ich wie wild gekämpft. Ungewöhnlich früh, mit 21 heiratete ich– und während meine Kollegen die Freiheit des Studiums genossen, schmiedete ich Hausbaupläne, plante und baute binnen zwei Jahren voller Entbehrungen das eigene Haus geplant und gebaut.
Als Marketingberaterin habe ich mich getraut, vor 10 Jahren meinen Fernseher abzuschaffen und habe mich auch über Jahre von den Medien ferngehalten. Im Beraterdasein habe ich mich aus der klassischen Berater- und Coachrolle rausbewegt, zeige mich heute mit meiner Verletzlichkeit, offen mit meinen persönlichen Themen, auch gegenüber Klienten. Das ist gar nicht beratertypisch. Es ist nicht gewöhnlich, wenn wir die Norm der Gesellschaft anschauen. Und doch fühlt es sich ganz natürlich an. Es war und ist mein Weg. Er entspricht meinem Wesen und Seelenplan. Der Weg hat mich in meine Kraft und Stärke gebracht. In die Unabhängigkeit von bestehenden Normen, Regeln, Weltsichten, Gedanken und Konstrukten, die nicht förderlich für mich sind. Und die derzeit im Rahmen unserer gesellschaftlichen Entwicklung überwunden werden wollen.

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Aus heutiger Sicht betrachtet: Ist es der richtige Weg gewesen? Warum?

Ja, voll und ganz. Ich bin immer meinem Herzen gefolgt und in einer Familie groß geworden, die offen dafür war und mich unterstützt hat, meinen Träumen zu folgen und sie zu leben. Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich habe dadurch so oft erleben dürfen, dass viel mehr geht als wir meinen – wenn wir es uns nur selbst zutrauen, uns von unseren eigenen vorgefertigten Gedanken lösen, aber auch von dem, was uns unsere Umwelt weis machen will. Und ich habe mich schon immer meinen größten Ängsten gestellt. Ich hatte Angst, das Rauchen anzufangen und abhängig zu werden. Das fand ich blöd – daher habe ich es dann einfach ausprobiert und gemerkt, dass es mir gar nicht schmeckt. Ich bin mit 21 für 5 Monate nach Kapstadt, weil ich einmal erleben wollte, wie  ich klarkomme wenn ich ganz alleine in einem fernen Land bin, niemanden kenne und alles alleine schaffen muss. Und so habe ich mich – nicht selten über harte, und unbequeme Wege – immer wieder meinen Ängsten gestellt. Und weiß, dass diese keine guten Ratgeber sind, sondern unsere größten Verhinderer zu einem glücklichen, reichen und erfüllten Leben. Wir können die Ängste allerdings als nützlichen Wegweiser verstehen: Wo die Angst ist, da ist ein möglicher Weg! Ich bin dadurch frei geworden, habe mit einer riesengroßen Disziplin alle Themen angeschaut und gelöst, die mich davon abgehalten haben, mich frei und glücklich zu fühlen. Auch wenn es mir körperlich, finanziell oder in Beziehungen gerade sehr schlecht ging. Ich habe eine Stärke und innere Standkraft entwickelt, die mich nicht mehr so leicht erschüttern lässt – und eine innere und äußere Unabhängigkeit gibt. Es ist wiederum die Voraussetzung, sich bewusst in wirklich gesunde Abhängigkeiten zu begeben. Wie eine Partnerschaft mit einem Mann, aber auch in eine Geschäftspartnerschaft auf Augenhöhe.

Gab es Zeiten in Ihrem Leben, in denen Sie gezweifelt haben? Wenn ja: Wie sahen diese Zweifel aus? Warum haben Sie gezweifelt? Und wie sind Sie damit umgegangen, was hat Ihnen besonders geholfen?

Mein größter Zweifel an mir – und mein tiefster innerer Absturz – kam nach meinem höchsten Höhenflug. Ich machte gerade meine Coachausbildung und hatte enorm gutes Feedback bekommen: Ich hatte festgestellt, wie sehr mir diese Arbeit im Blut liegt, wie leicht mir sie ad hoc mit meinen 29 Jahren fiel im Vergleich zu den anderen Teilnehmern, die rund 10-15 Jahre mehr Lebens- und Berufserfahrung hatten. Ich habe festgestellt,
wie gut meine Intuition ist, wie vielschichtig und exakt ich bei anderen Menschen und in Situationen „sehe.“ Ich war überglücklich, geradezu „high.“  Und dann war ich in Kontakt mit einem Mann, und meine Intuition sagte mir unmissverständlich, dass er sich in
mich verliebt hatte. Ich war absolut sicher, dass er diese Regungen mir gegenüber hatte. Und ja, ich fühlte mich auch sehr zu ihm hingezogen. Allerdings stand ich inmitten meiner Ehe – hatte niemals auch nur annähernd zugelassen, Gefühle für einen anderen Mann zu entwickeln. So ließ ich mich coachen und fand meinen Weg, meine Entscheidung: Auch wenn dieser Mann toll war und ich mich sehr zu im hingezogen fühlte, so sollte
er mir doch nur zeigen, wonach ich mich in meiner Ehe sehnte: Nach Spiritualität und nach dem Teilen einer gemeinsamen Berufung. Ich sagte ein zweites Mal Ja zu meinem Mann und meiner Ehe und machte mich daran, diese beiden Aspekte stärker in meinem Leben zu integrieren. So weit alles bestens, dann kam der Clue: Ich teilte dem anderen Mann natürlich mit, dass ich mich noch einmal für meinen Mann entschieden hatte. Und fiel aus allen Wolken als er, ebenfalls perplex, sagte, dass er gar nicht in mich verliebt sei, sondern in eine andere Frau. Ich konnte es nicht fassen – nach meinen inneren Signalgebern war ich zu 100 Prozent sicher, dass er es mir gegenüber war. Ich rasselte vom höchsten Höhenflug meines Lebens in meine tiefsten Abgründe. Ich verlor das Vertrauen in mich und meine Intuition vollends Wie konnte ich mich so getäuscht haben?) und brauchte ca. 2 Jahre, um mich von diesem Rückschlag samt folgendem Ausgebrennen, depressiven Symptomen, Schlafstörungen zu erholen und einigermaßen zu meinem Selbstbewusstsein zurückzufinden. Zwei Jahre später erfuhr ich durch andere, dass ich mich gar nicht so sehr in meiner Intuition getäuscht hatte. Es war auch anderen Frauen im Kontakt mit ihm so ergangen. Er mochte wohl das Spiel mit den Frauen und sendete unbewusst diese Signale aus. Dieser (unbegründete!) Zweifel an mit hat mich zwei Jahre Lebensfreude gekostet – und mich in eine Stärke, Vertrauen und Achtsamkeit in meine Intuition geführt, die ich heute niemals so hätte. Vertraue in Deine (weibliche) Kraft.

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Wenn Sie sich in die Zeit zurückversetzen, in der Sie – sagen wir – 18 Jahre alt waren: Wie hätten Sie über Ihre heutige Situation gedacht? Hatten Sie eine Ahnung davon, dass Sie diesen Weg gehen würden?

Ich wusste schon damals, dass ich eine große Aufgabe in der Welt habe. Katastrophenfilme haben mich fasziniert und ich identifizierte mich natürlich mit der Retterin, die auch diesen unwiderstehlichen, heldenhaften und unterstützenden Mann an ihrer Seite hatte. Dass ich tatsächlich mit meinen kognitiven Fähigkeiten, meiner enormen Herzkraft sowie spirituellen Gaben eine so große Macht und Einflussmöglichkeit haben würde, hätte ich nicht gedacht. Ich hätte auch nicht gedacht, dass es möglich ist, einen Lebenspartner zu finden, den man wirklich liebt und der einen liebt. Ich dachte damals, ich würde mit 30 eine Zweckehe eingehen, um nicht alleine alt zu werden und war auch ganz im Frieden damit. Ein Jahr später habe ich meine erste große Liebe kennengelernt und war mit diesem Mann dann 13 Jahre verheiratet. Heute weiß ich, dass ich immer wieder Menschen begegnen, mit denen ich tiefe Verbindungen eingehen und im Zustand der reinen Liebe sein kann. Der, mit dem auch die Partnerschaft und Familie ansteht, wird noch kommen.

Mit 18 dachte ich auch nicht, dass ich irgendwann verantworten wollen würde, ein Kind „in die Welt zu setzen“ – heute habe ich einen ganz anderen Blick auf die Welt. Ich spüre den Schmerz der Erde über das Leid, das wir ihr über Jahrhunderte zugefügt haben und immer noch zufügen. Ich kann auch den Sinn und Zweck darin sehen, dass die Menschheit diesen Weg gegangen ist. Und jetzt wieder ihren Weg hinaus findet. Ich bin nicht mehr fatalistisch und genauso wenig habe ich noch das Gefühl, die Welt retten zu müssen. Ich bin einfach mit aller Kraft und Liebe da und tue das, von dem ich im Moment das Gefühl habe, das es getan werden sollte. Dies kann groß sein, wie eine spirituelles Tor für die Erlösung hunderter erdgebundender Seelen ins Licht zu öffnen, oder es kann vermeintlich klein sein, wie die reinste Schönheit und Liebe in jeder Zelle meines Körpers zu spüren wenn ich das Glitzern der Sonne auf dem See betrachte. Und doch ist beides dasselbe. Und gleich Vieles von dem, was mir in diesen Momenten kommt, ist ein Beitrag dazu, meinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen: Mit anderen in einer neue Kultur der Wertschätzung, Wertschöpfung, der Achtsamkeit und starker, glücklicher Individuen in einem selbst organisierenden Wir zu leben. Genau das zu tun, was mir leicht fällt, was ich gut kann, was meine Essenz ist – und auf eine Art und Weise, die mich zutiefst erfüllt. Und mit anderen zu sein, die auch genau das tun.

Gab es – rückblickend gesehen – einen Moment, an dem Sie sich ganz bewusst für genau diesen Weg entschieden haben? Oder wie verlief das für Sie?

Ja, immer wieder bin ich rausgegangen aus der Komfortzone. In drei Etappen 100 Bewerbungen schreiben, damit ich einen Praktikumsplatz im erträumten Kapstadt bekomme. Raus aus meiner Ehe, weil ich spürte, dass sie mir nicht mehr mein inneres, persönliches Wachstum ermöglichte. Jahre später raus aus der langjährigen Geschäftspartnerschaft, weil ich die Freiheit brauchte, auch meine spirituelle Seite voll zu integrieren. Mein materielles Eigentum reduzieren, hohe Last und Risiken einzugehen, zugunsten meiner inneren Entwicklung und inneren Freiheit. Es war oft hart und was mich gehalten hat, war gerade, dass ich wusste, wofür ich es tat. Und zum Glück hatte ich immer schon ein großes Urvertrauen und auch ein inneres Wissen, dass ich gerade tun muss, was ich tue und es richtig ist. Auch wenn der Verstand oder meine Freunde, Familie etwas ganz anderes behaupteten. Und ich hatte einzelne Vertraute, die mich auf meinem Herzensweg bestärkt haben – auch wenn mich der Rest der Welt für verrückt erklärt hat. *lach*

Ja, im Grunde reicht da ein einziger Mensch, der mich sehen oder erfassen kann – oder bei dem ich spüre, dass er gerade präzise meine innere Wahrheit spiegelt und verstärkt, sodass ich sie selbst wahrnehmen kann. Ich hatte immer den einen oder anderen Engel in Menschengestalt an meiner Seite. Heute ist es eine ganze Schar.

Fazit: Es war immer wieder dieser Weg zu mir und hin zu dem Leben und einer Welt, die ich mir wünsche. Streckenweise fühlte ich mich sehr alleine, und dann begegne ich mehr und mehr Menschen, die dasselbe wollen, diese Visionen von Zentren, Gemeinschaften, neuen Lösungen und Systemen haben – und mutig diesen neuen Weg gehen.

Eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt, lautet: Wie findet man neue, spannende Ziele, wenn ein ursprüngliches Ziel erreicht ist. Wie lautet Ihre Antwort darauf? Wie gehen Sie mit dieser Frage um?

Oh, das ist eine spannende Frage. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie mir jemals gestellt wurde – oder sie sich mir gestellt hat J. Ich glaube, ich bin einfach unermüdlich, was Wünsche und Visionen angeht. Bei mir war das Problem er umgekehrt: Dass ich häufiger mal hätte anhalten sollte und das erreichte Ziel auch genießen – den weiten Blick über die Alpen streifen lassen, wenn ich den Gipfel erklommen habe, anstatt gleich das nächste Ziel im Sucher zu haben. Vor 4 Tagen habe ich gerade erst meine letzten Papierfotos in Alben geklebt. Es packte mich nachts, als ich nicht schlafen konnte und genoss es von eins bis um sieben Uhr früh. Obwohl ich vor 10 Jahren meinen gesamten Lebensrückblick mit Füller zu Papier gebracht habe und mich seitdem zu jedem Jahreswechsel hinsetze, die letzten 12 Monate Revue passieren lasse und niederschreibe – so war mir doch nicht bewusst, was ich schon alles geschaffen hatte in meinem Leben. Ich sah die Bilder, staunte, wurde ruhig, Mein höchster Traum und Wunsch heute? Ich sehe mich in dieser neuen Welt leben, bin an meiner Kraftquelle dem Meer, mit meiner Familie, ruhe in Frieden und Harmonie. Von dort wirke ich, die Menschen kommen zu mir, stellen Fragen, ich antworte. Aufgaben kommen auf mich zu, ich erfülle sie in Leichtigkeit und Freude. Was dann sein wird? Weiß ich nicht. Brauche ich dann noch Ziele? Oder bin ich einfach nur im reinsten Sein? Es fühlt sich so an, als wenn es eine Zeit geben wird, in der Ziele obsolet sind. In der wir einfach nur aus unserem Inneren heraus da sind, unseren Impulsen folgen und wirken. Aus dem Sein.

Gibt es derzeit ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Ja. Der Bewusstseinswandel in der Welt. Und damit einhergehend die Liebe, die sich wieder verbreiten möchte. Die meiste Liebe, Zuwendung und Würdigung braucht gerade unser Planet. Die Erde, die so lange ausgebeutet wurde. Es ist Zeit, sie und alle ihre Elemente und Bewohner wieder als lebendige Wesen mit ihrer Seele, ihrer Aufgabe und ihrer natürlichen Harmonie und Perfektion zu erkennen. Sie so anzunehmen, zu lieben und respektieren wie sie sind. Dann kann Heilung geschehen. Es ist dasselbe, was Heilung im Menschen und in der Menschheit bewirkt. Und all das beginnt damit, dass wir uns selbst bedingungslos annehmen wie wir sind. Uns schätzen, Liebe im Herzen spüren. Und diese Flamme größer und größer werden lassen. Damit sie in die Welt strahlen kann. Wer liebt, der leuchtet. Und verbreitet sein Licht in der Welt. Wie ein Stern am Himmel, zu dem Millionen von Menschen nächtlich aufschauen, und sich freuen, einfach weil er da ist. Es ist so wunderbar zu sehen in dem Film „Sternenwanderer“, ich empfehle ihn unten.

Work-Life-Balance ist immer ein großes Thema für mich und für viele meiner LeserInnen. Wie schaffen Sie das bzw. welchen Tipp können Sie aus Ihrer Erfahrung zu dieser Herausforderung geben?

Lasse das Leben, die Lebendigkeit und deinen Beruf eins werden. Oder lebe deine Berufung und schaffe dir privat wie beruflich den Raum, den du brauchst, um gesund, glücklich, genährt und erfüllt zu sein. Dann gibt es keine Trennung mehr zwischen Beruf und Privatem. Ich muss nicht im einen auftanken um das andere auszuhalten.Mein eigener Weg in dieser Hinsicht war lang. Es ist bislang mein Lebensthema gewesen. All die Tipps und meine Erfahrungen und die meiner Beraterkollegen wären hier zu lang. Sie stehen in meinem Buch „Glücklich als Trainer – So bleiben Sie kraftvoll selbständig“ (managerSeminare 2008) und es ist nicht nur für Berater/Trainer/Coachs, sondern für jeden, der sein Leben eigenverantwortlich, also unternehmerisch in die Hand nimmt. Link und weitere Informationen dazu lesen Sie unten.

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Haben Sie einen Tipp für jemanden, der an einem Punkt im Leben steht, an dem er/sie nicht genau weiß, wie es weitergehen soll?

Folge nicht der Angst, dem „ich muss“, „Du solltest (sagen andere)“. Gehe in die Stille und schau, wo dich dein Herz hinzieht. Weich werden, dem Herzen folgen und sich mitteilen, um Unterstützung bitten bei Menschen, die wohlwollend und frei sind, einen auf dem ganz eigenen Weg zu unterstützen (Manchmal braucht es nur einen Menschen, der einen unterstützt! Von den anderen, die wollen, dass man „bleibt wie man ist“, lieber Abstand halten.) Und: Stelle dich deinen größten Ängsten, dem, was Dich am meisten plagt, und dem, was dich am meisten hemmt. Es öffnet nach meiner Erfahrung immer wieder das nächste Tor zum größeren Glück. Wie oft war die Angst bei mir wie eine dicke riesige bedrohliche Mauer – ein Gefühl von „ich muss sterben“ (obwohl ich eigentlich keine Angst vor dem Tod habe). Und wenn ich mich getraut habe, den Finger hindurchzuschieben, löste sich die Wand auf wundersame Weise auf wie eine Fata Morgana.

Das Thema dieser Interview-Serie ist „I do it my Way“, angelehnt an den Titel eines bekannten Frank Sinatra Titels, in dem er seinen Umgang mit Niederlagen und seinen persönlichen Weg beschreibt. Gibt es einen Song, ein Buch, ein Gedicht, ein Kunstwerk oder ähnliches, das Ihre Haltung zu diesem Thema einfängt? Haben Sie einen Link zum Song/Buch etc.?

Mein bisheriger Claim „Leben, was ich bin“.
Der Song von Juli „Dieses Leben“: Ich liebe dieses Leben. Ich liebe den Moment in dem Moment, in dem man fällt. Ich liebe diesen Tag. Ich liebe diese Welt.

Der Film Sternwanderer („Stardust“, 2007, Fantasyfilm von Matthew Vaughn mit Claire Danes, Michelle Pfeiffer und Charlie Cox, Robert de Niro): Folge Deinen Träumen und noch größere können wahr werden. Sei ein leuchtender Stern.

Gibt es noch etwas, das Ihnen in diesem Zusammenhang wichtig ist?

Es gibt nichts mehr zu tun. Nichts mehr zu heilen. Nichts mehr zu retten. Wir können einfach das leben, was wir leben wollen. Jetzt. Unmittelbar. Erhebe dich auf diese Ebene und du kannst es einfach tun. Es ist deine Realität, die du dir in diesem Moment selbst erschaffst.

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www.nadinehamburger.de – Meine Internetseite inklusive meiner Publikationen, weiterer Links sowie nützlichen Downloads und Empfehlungen

www.zeitgeistherzzeit.com – Ein Blog für Berater und Bewusstseinspioniere, Zeitzeugen und Zeitgestalter, die das Neue bereits leben (wollen)

Zum kostenlosen Abonnieren meine Interviewserie “Erfolgreich. Glücklich. Sinnvoll.” – Inspirationen erfolgreicher Kollegen, dieses Miteinander macht Mut und stärkt. Unter http://nadinehamburger.de/

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geTwittert @NadineHamburger

Buch mit pragmatischen Tipps – nicht nur für Berater/Trainer/Coaches, sondern für jeden, der sein Leben eigenverantwortlich und unternehmerisch in die Hand nimmt: Glücklich als Trainer – So bleiben Sie kraftvoll selbständig“ (managerSeminare, 2008) Ich habe noch 15 Exemplare zum reduzierten Satz von 19,90 statt 29,90 Euro abzugeben. Bei Bestellungen mit dem Stichwort „Frey“ an nh@nadinehamburger.de übernehme ich die Versandkosten.

Bildhinweis: www.guidorottmann.de

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